155 – Gewaltfreie Kommunikation – mit dir und mit deinem Umfeld

Im heutigen Podcast habe ich Christine Warmuth zu Gast. Sie ist Expertin für achtsames Selbstmitgefühl und gewaltfreie Kommunikation. In der letzen Folge ging es um die Glaubenssätze und auch darum, wie du mit dir selber sprichst.

Heute vertiefen wir dieses Thema noch auf einer anderen Ebene. Denn es ist gerade in der aktuellen Zeit wichtiger denn je, liebevoll und achtsam mit dir selber zu sein. Dein Inneres ist immer auch ein Spiegel für das Aussen. 

Oft sind wir sehr geduldig und fürsorglich mit anderen, aber uns selber gegenüber überhaupt nicht. Und es ist so wichtig, dass du mit dir selber fürsorglich und liebevoll bist. Denn du bist jederzeit und immer der wichtigste Mensch in deinem Leben. Vergiss das nie.

Seelenschimmer, Gewaltfreie Kommunikation - mit dir und mit deinem Umfeld

Was ist denn gewaltfreie Kommunikation?


Zugegeben, der Begriff ist nicht wirklich glücklich gewählt. Ursprünglich gab es ganz viele Worte dafür; wie zum Beispiel: lebensdienliche Kommunikation, Herzens-Sprache, mitfühlende Kommunikation. 

Diese Begriffe zeigen deutlich, dass es hier darum geht, eine Art der Kommunikation zu finden, die dir selber dient, ohne deinem Gegenüber Schaden zu wollen. 

Wenn wir mit der Einstellung in ein Gespräch gehen: "Von den Bedürfnissen her, sind wir alle gleich", dann gehen wir mit unserer Kommunikation auf eine ganz andere Ebene. Wir verurteilen das Gegenüber nicht, wir anerkennen, dass jeder mit seiner Strategie ein Bedürfnis erfüllt und einfach einen anderen Weg wählt wie du.

Einer der Grundaspekte ist es dann natürlich, nicht mit einer angriffigen Kommunikation eine Lösung zu finden. Sätze wie: "Du machst immer so viel Lärm."; "Du nimmst nie Rücksicht." oder "Du machst es falsch." sind nicht zielführend.

Wenn du hingegen sagt: "Ich habe ein Bedürfnis nach Ruhe, ich könnte mir vorstellen, dir geht es auch so, können wir da mal genauer hinschauen, was Ruhe für dich bedeutet?", was löst das dann in deiner Kommunikation und in deinem Gegenüber aus? Was denkst du, wie ein solches Gespräch weiter geht?

Schon allein diese beiden Möglichkeiten in Gedanken durchzuspielen werden dir zeigen, wie unterschiedlich die beiden Ansätze sind und welches davon bei dir Enge auslöst und welches Harmonie und Offenheit.

Kennst du dich selber?

Bevor du mit andern eine gute Kommunikation führen kannst, musst du erst mal deine Bedürfnisse kennen. Wir sind oft super darin auf die Bedürfnisse von anderen eingehen. Wir sind darauf trainiert worden, uns ins Gegenüber einzufühlen und die eigene Wertigkeit stellt sich oft hinten an.

Bist du dir denn bewusst, was für ein Bedürfnis du hast?
Frag dich mal: was ist Ruhe für dich? Hat Ruhe ein Bild? Eine Farbe, einen Geruch? Wie fühlt sich für dich Ruhe an?
Schreib es mir gerne in die Kommentare: was bedeutet für dich Ruhe?

Der erste Schritt für die gewaltfreie Kommunikation ist, dass du dich selber kennst und weisst was deine Bedürfnisse sind. Und du diese natürlich auch liebevoll ausdrücken kannst, auch dir selber gegenüber.

Wenn wir verstehen, dass alle Menschen die selben Bedürfnisse habe und wir in dem Punkt alle gleich sind, haben wir schon einen grossen Teil verstanden. Alle sind miteinander verbunden. Alles was ich mache, hat Auswirkungen auf die anderen und umgekehrt.

Der Andere ist nur ein anders Ich. Wenn du deine Bedürfnisse kennst und diese ausdrücken kannst, dann kannst du Harmonie auf die Erde bringen. 

Mitfühlend mit dir selber sein

Wir sind oft ganz streng mit uns selber. Wir haben ein kleines Kriegsgebiet in uns und haben so viele selbstzerstörerische und unachtsame Gedanken.

Wie schnell sagst du dir selber: "Ich bin so dumm."; "Dass war jetzt wieder dumm von mir."; "So was Dummes kann nur mir passieren."

Würdest du so etwas deiner besten Freundin sagen? Oder würde sei es zu dir sagen? Ich hoffe mal ganz fest, dass die Antwort darauf ein grosses NEIN ist.

Dann frage dich mal, warum du mit dir selber so umgehst? Warum erlaubst du dir selber, auf diese lieblose Art mit dir zu reden? 

Es geht nicht darum, negative Situation schön zu reden, es geht darum mitfühlen mit dir zu sein, weich, sanft und liebevoll. Die Warmherzigkeit die du für andere hast, auch dir selbst gegenüber leben. Sanft mit dir zu sein, auch wenn die Situation gerade schwer ist.

Wort haben so viel Macht. Oft sind die Gespräche mit uns selber sehr sehr lieblos und gefühlskalt. 

Es gibt keine Grund dich selber klein zu machen, wenn etwas nicht geklappt hat. Wenn das Kind zum ersten Mal auf dem Fahrrad sitzt und stürzt, sagst du ja auch nicht "Pech gehabt, du wirst es eben nie lernen." 

Nein, du gehst hin und ermutigst das Kind, es weiter zu versuchen bis es klappt. Wenn du lernst so ermutigend mit dir selber zu sprechen, dann hast du einen riesigen Meilenstein für dich selber reicht. 

Der Weg lohnt sich, denn das achtsame Selbstmitgefühl ist etwas wundervolles. Werde dir deiner Gedanken bewusst und fang an sie neu zu lenken, wenn sie nicht zielführend sind. 

Ich wünsche dir viel Freude dabei und ich freu mich von dir in den Kommentaren zu lesen, was für dich Ruhe bedeutet. 

Alles Liebe,

Marisa

Alles Information zu Christine Warmuth findest du auf ihrer Webseite:

https://christine-warmuth.de/


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