058 – Anzeichen von Stress erkennen und annehmen

058 - Anzeichen von Stress erkennen & annehmen

Viele von uns empfinden die Zeit aktuell gerade als ziemlich herausfordernd. Darum widme ich die heutige Folge ganz bewusst dem Thema Stress, der sich in vielen Facetten zeigen kann. Ich zeige dir an welchen Zeichen du erkennen kannst, dass du unter Stress stehst? Und ich verrate dir, mit welchen unterschiedlichen Strategien wir als Menschen auf steigende Herausforderung reagieren können. Außerdem erfährst du, wie du es schaffst deinen Stress besser anzunehmen. 

Stress ist nicht gleich Stress

Grundsätzlich unterscheidet man zwei  Arten: den Eustress und den Distress.

Beim Eustress sprechen wir vom "Positiven Stress". Er begleitet uns Menschen ja auch bereits seit der Urzeit. Typisch für ihn ist, dass er in der Regel eher nur vorübergehend auftritt. Er sorgt dafür, dass alle unsere Systeme vorübergehend auf Hochtouren arbeiten, so dass wir innerhalb kürzester Zeit Höchstleistungen verbringen können.

Im Gegensatz dazu wird der Distress als "Negativer Stress" bezeichnet. Er ist erst viel später durch die steigende Belastung entstanden und ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass er meistens über längere Zeiträume auftritt. Dieser Art von Stress kannst du dich in der Regel nicht entziehen und Entspannungsphasen gibt es kaum bis gar nicht. Kein Wunder also, dass in Zeiten von Corona der Distress bei vielen Menschen zu nimmt.

Aber so verschieden wie die Menschen sind, so sehr unterscheiden sich auch die Arten mit denen sie auf steigenden oder fortwährenden Stress reagieren. Wenn du dich einmal in deinem Umfeld umschaust, wirst du vielleicht bei deiner Familie, deinem Partner oder deinen Freunden  ganz unterschiedliche Reaktionen davon wiedererkennen. Vielleicht reagierst du sogar selbst mal auf die eine und dann wieder auf die andere Weise.

Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf Stress

Im Großen und Ganzen konnte ich drei verschiedene Mustergruppen an Reaktionen auf Stress identifizieren:  Hyperaktivität, Flucht und Hilflosigkeit.

Alle drei werde ich dir in meiner heutigen Folge ganz ausführlich und mit anschaulichen Beispielen vorstellen. 

So fallen in die Gruppe von Hyperaktivität zum Beispiel Reaktionen wie gesteigerte Aggressivität, Arbeitswut und Perfektionismus. Da wird wie wild gearbeitet oder auch noch der letzte Fehler versucht auszumerzen. Oder die innere Wut steigt solange an, bis der Kessel überzukochen droht.

In die Kategorie Flucht tummeln sich dagegen Reaktionen, die oft eng mit Suchtverhalten zusammenhängen können. In denen du auf unterschiedliche Weisen versuchst dich  der Situation zu entziehen, frei nach der Devise: Nichts wie weg!

Und bei der dritten Gruppe der Hilflosigkeit schlüpfen die Menschen oft in eine Opferrolle. Häufig sind das typische Überforderungsreaktionen. Der Mensch fühlt sich überlastet und hat das Gefühl: Ich kann das nicht!

Wenn du dich in der heutigen Folge am ein oder anderen Punkt wiedererkennst, ist das großartig.  Denn ich möchte  dir  mit dem Vorstellen der verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten helfen, ein besseres Bewusstsein dafür zu schaffen, wann du selbst unter Stress gerätst. 

Wie mit Stress umgehen?

Es ist uns im Allgemeinen und (aktuell im Besonderen) nicht immer möglich Stress komplett aus dem Weg zu gehen. Daher finde ich es für dich umso wichtiger, dass du zunächst lernst deine persönlichen Anzeichen für Stress zu erkennen.  Denn dann kannst du viel leichter klären, woher dieser Stress kommt.

Auch wenn es verschiedenste Lösungsmöglichkeiten für Stress gibt , von denen ich dir heute einige nenne. Nicht immer ist es notwendig sofort einzugreifen, wenn du in Stress gerätst. Vielleicht kannst du auch lernen einfach zu akzeptieren, dass du jetzt gerade gestresst bist. Schließlich ist ein Stresssignal eben ein Signal, was dir hilft dich selbst besser zu schützen.

Jetzt bin ich sehr gespannt, welche Erkenntnisse du aus der heutigen Folge mitnimmst. 
Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon, wie du persönlich auf Stress reagierst. Wann merkst du, dass das Stresslevel bei dir steigt? Welche Muster hast du vielleicht bei dir oder in deinem Umfeld erkannt? Wie gut gelingt es dir den Stress als solchen anzunehmen und zu akzeptieren? Ich freue mich von dir zu lesen.

Alles Liebe,
Marisa

PS: Am Anfang der Folge erzähle ich unter anderem vom Räuchern. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest und, wie es dich dabei unterstützen kann, zu entspannen, dann hör dir gerne auch die folgende Podcastfolge an: "Räuchern mit Räucherwerk".

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About the Author

  • Daniela Parisi sagt:

    Danke für diese Info, es fühlte sich an als würdest du mich
    direkt persönlich ansprechen. Vielen Dank

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