Matthias Edel: Wie Atemräume uns Beeinflussen

Was sind Atemräume eigentlich?

Gastbeitrag von Matthias Edel, www.klangland.ch

Seelenschimmer, Atmung

Ein zentrales Element in der Atemtherapie ist die Wahrnehmung und der Umgang mit den sogenannten “Atemräumen”. Dabei handelt es sich um jene Bereiche, in welchen wir unsere Atmung wahrnehmen können, und damit auch um Möglichkeiten, wie wir mehr Bewusstheit in unseren Atem geben können.

Die meisten Menschen denken beim Wort “Atemräume” wohl als erstes an “Bauch”, “Brustkorb” und eventuell auch noch an die Lunge.

Dabei fallen ihnen vielleicht sogar ein paar Übungen ein, die sie irgendwann gelernt haben. Zum Beispiel, wenn man die Hand auf den Bauch legt und sie dabei beobachtet, wie sie sich beim Ein- und Ausatmen hebt und senkt.

Bauch und Brustkorb sind dann auch die Stellen am Körper, die ganz offensichtlich an der Atembewegung beteiligt sind.

Durch gezielte Achtsamkeit und Bewusstseinsarbeit kann man jedoch erfahren, dass der eigene Atem einen viel weitergehenden Einfluss auf unseren Körper hat.

In der Atemtherapie werden wir uns bewusst, dass die Atembewegung kein isolierter Vorgang im Körper ist. Ganz im Gegenteil: Unser Atem und unser Umgang damit löst letztendlich eine Kettenreaktion im ganzen Körper aus.

Stellen wir uns vor, dass du seit Jahren immer deinen Bauch leicht einziehst. Dafür gewöhnst du dir an, nur im Brustkorb zu atmen. Durch diese oberflächliche Atmung ist deine Lunge und dein Zwerchfell eingeengt. Durch die bewusste Atmung welche bis in den Bauch geht, kann sich das Zwerchfell deutlich weiter ausdehnen. Mit dieser Ausdehnung bewegen sich die Organe im Bauchraum nach unten. Beim Ausatmen geht diese Bewegung wieder zurück. Dadurch entsteht über die Atmung eine ständige sanfte Massage des Bauchraums. Dadurch, dass du dir aber die oberflächliche („Bauch-Weg“) Atmung angewöhnt hast, entgeht deinen Organen diese Massage. Das kann Auswirkungen haben, und sogar zu Beschwerdebildern – zum Beispiel mit der Verdauung – führen.

In der Atemtherapie können Zusammenhänge und Auswirkungen erkannt werden, die durch den unbewussten Umgang mit dem Atem entstehen können.

Atemtherapie wird unter Anderem angewandt bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Angst- und Erschöpfungszustände, Herz-/Kreislaufbeschwerden

 

Zugang zu spirituellen Erfahrungen über den Atem

Die Atemräume hören jedoch nicht an den Grenzen unseres physischen Körper auf. Ganz im Gegenteil. Mit ein wenig Übung gelingt es den meisten Menschen, „über sich hinaus zuwachsen“.

Das bewusst Erweitern der eigenen Atemräume über die körperliche Begrenzung hinaus, kann zu transzendenten Erfahrungen führen. So kann man beispielsweise die Verbundenheit, die Weite und die Grenzenlosigkeit der eigenen spirituellen Existenz erfahren. Diese Erlebnisse und Wahrnehmungen sind dabei so individuell wie die Menschen, welche sie machen.

Zum Beispiel wird von dem Gefühl berichtet, das man nicht mehr selber atmet, sondern das „man geatmet wird“. Der Atem wird dabei als etwas wahrgenommen, das einfach geschieht, ohne das der Mensch dies kontrolliert.

Dieses Gefühl des totalen Loslassens – „sich atmen lassen“ – hat eine beschützende Wirkung und man fühlt sich in seiner Existenz angenommen.

Über den Atem erfährt man sich als harmonischen Teil des grossen Ganzen.

Die Möglichkeiten der Atemtherapie sind breit gefächert. Genauso, wie die Lebenswege der einzelnen Klienten.

 

Mehr von Matthias und seinen Angeboten findest du auf seiner Website: www.kangland.ch

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About the Author

Marisa lebt und arbeitet als Autorin, spirituelle Lehrerin und mediale Beraterin. In ihren Beiträgen schreibt sie zu den aktuellen Themen und Herausforderungen für spirituelle Menschen.

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