475 – Mein Weg zur Selbstliebe – Ehrliche Einblicke, Höhen, Tiefen und kleine Wunder

Selbstliebe – wie leicht sieht das oft bei anderen aus. Und wie schwer fühlt es sich manchmal an, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Ich nehme dich heute mit auf meinen ganz eigenen, unperfekten Weg zur Selbstliebe. Ohne Filter, ohne Hochglanz. Dafür mit echten Zweifeln, ehrlichen Erkenntnissen und diesen kleinen, zarten Wundern, die auf dem Weg immer wieder auftauchen.

Warum Selbstliebe für mich kein Ziel, sondern ein Weg ist

Ich habe lange gedacht, Selbstliebe sei ein Zustand, den man irgendwann „erreicht“. Heute weiss ich: Es ist ein Weg. Ein tägliches Üben, ein immer wieder Hinspüren, ein liebevolles Annehmen – gerade auch dann, wenn es schwerfällt. Es gibt Tage, da fällt mir Selbstliebe leicht. Da bin ich stolz auf meinen Weg, lache über meine Fehler, nehme mich so, wie ich bin. Und dann gibt es diese anderen Tage: Da bin ich streng mit mir, zweifle, kämpfe mit alten Mustern. Und weiss trotzdem – oder gerade deswegen – wie wichtig es ist, dran zu bleiben.

Selbstliebe, Seelenschimmer, Marisa Schmid

Ein grosses Thema für mich ist folgendes: Ich glaube oft, ich müsste etwas leisten, um liebenswert zu sein. Ich muss geben, helfen, organisieren – erst dann darf ich mich annehmen. Das ist ein alter Glaubenssatz, der sich tief eingebrannt hat. Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen ich loslassen kann. Zum Beispiel, wenn ich Hilfe annehme, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen. Oder wenn ich einfach sein darf, ohne etwas zurückgeben zu müssen. Genau das sind die kleinen Wunder der Selbstliebe.

Spannend ist, wie sehr mir Human Design hilft, mich selbst besser zu verstehen. Es gibt Phasen, in denen ich alles perfekt machen will – für mein Team, meine Familie, meine Community. Ich setze mich unter Druck, alles zu organisieren, niemanden zu blockieren. Und dann kommt dieser Moment der Erkenntnis: Ich darf auch mal Luft rauslassen. Ich darf Pausen machen. Ich muss nicht alles perfekt machen, um liebenswert zu sein. Diese Erkenntnis fühlt sich an wie eine sanfte Umarmung von innen.

Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern ein Akt der Liebe

Gerade in herausfordernden Zeiten – nach Trennungen, in stressigen Phasen, wenn das Leben laut ist – habe ich gelernt, den Fokus auf mich zu richten. Ich habe gelernt, Grenzen zu setzen, für mich selbst einzustehen und mich nicht mehr nur über das Sorgen für andere zu definieren. Das war nicht immer leicht. Aber es war heilsam. Heute weiss ich, dass ich bin die Einzige, die mich mein ganzes Leben lang begleitet. Es ist meine Aufgabe, mich liebevoll zu halten – auch an Tagen, an denen ich mich am liebsten verstecken würde.

Einer meiner grössten Stolpersteine ist Perfektionismus. Ich habe gelernt, dass Fehler erlaubt sind – und dass niemand stirbt, wenn bei Seelenschimmer mal etwas schiefläuft. Besonders beim Umgang mit meinem Körper übe ich mich in Milde und Wertschätzung. Ich beurteile meinen Körper nicht mehr, sondern feiere, was er alles leistet. Jeder kleine Schritt zu mehr Selbstannahme ist ein Grund zum Feiern.

Selbstliebe zeigt sich nicht in grossen Gesten, sondern in den kleinen Entscheidungen:

  • An einem Tag mit Regelschmerzen zu Hause bleiben, obwohl draussen die Sonne scheint.
  • Nicht rausgehen, nur weil „man“ das so macht, sondern auf dem Sofa bleiben, weil mein Körper Ruhe braucht.
  • Mich bewusst gegen Selbstkritik zu entscheiden und für Mitgefühl mit mir selbst.

Das sind die echten, mutigen Schritte auf dem Weg zur Selbstliebe.

Warum Selbstliebe für Frauen oft so schwer ist

Gerade wir Frauen bekommen von klein auf – oft ganz subtil, manchmal aber auch sehr direkt – vermittelt, dass wir nicht richtig sind, so wie wir sind. Es beginnt schon in der Kindheit: Zu laut, zu leise, zu wild, zu brav, zu verträumt, zu ehrgeizig, zu emotional, zu sachlich. Es scheint, als gäbe es immer eine Schublade, in die wir nicht so ganz passen. Später, als junge Frauen, wird es nicht leichter. Plötzlich geht es darum, wie wir aussehen, wie wir sprechen, wie wir auftreten. Zu gross, zu klein, zu schlank, zu kurvig, zu auffällig, zu unscheinbar – die Liste ist endlos.

Besonders unsere Körper werden ständig bewertet, verglichen und kommentiert – von anderen, aber auch von uns selbst. Es gibt diesen gesellschaftlichen Druck, in ein bestimmtes Bild zu passen, Erwartungen zu erfüllen, immer irgendwie „richtig“ zu sein. Und wenn wir ehrlich sind, ist es fast unmöglich, diesem Ideal jemals zu genügen.

Das Tragische daran: Diese ständige Bewertung hinterlässt Spuren. Sie nagt an unserem Selbstbild, an unserem Selbstvertrauen, an unserer Fähigkeit, uns selbst liebevoll und wertschätzend zu begegnen. Wie oft halten wir uns zurück, machen uns klein, trauen uns nicht, unser Licht strahlen zu lassen – nur, um nicht „zu viel“ zu sein oder anzuecken?

Selbstliebe, Seelenschimmer, Marisa Schmid

Ich habe für mich entschieden, bei diesem Spiel nicht mehr mitzumachen. Jeder Frauenkörper ist ein Wunder. Er erzählt eine Geschichte von Leben, von Kraft, von Wandel, von Liebe. Selbstliebe heisst für mich auch, diese alten Stimmen zu hinterfragen, sie loszulassen und mir selbst eine neue Wahrheit zu schenken: Ich bin genug. Du bist genug. Wir sind genug.

Was tust du, um in die Selbstliebe zu kommen? Wo erkennst du noch Herausforderungen? Und wo hast du dich vielleicht in letzter Zeit für dich selbst entschieden? Teil deine Gedanken, Erfahrungen oder kleine Wunder gern in den Kommentaren. Lass uns gemeinsam wachsen und unser Licht in die Welt bringen.

Alles Liebe,

Marisa


Was auch spannend sein könnte für dich:

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>