In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, warum hochsensible Menschen oft an ihrer Berufung vorbeilaufen, weil sie versuchen, eine Rolle zu spielen, die gar nicht für sie geschrieben wurde. Es geht heute nicht um deinen Jobtitel, sondern um die Erlaubnis, endlich du selbst zu sein.

Beruf und Berufung: eng verbunden, aber nicht das Gleiche
Ich lebe das, wofür ich gekommen bin und darf mit meiner Berufung genau das machen, was mich unfassbar glücklich macht. Und ich unterstütze ganz viele Frauen dabei, selbst ihre Berufung zu leben - durch meine Kurse, durch Weiterbildungen und durch die Ausbildung im medialen Human Design. Was mir dabei wichtig ist: Beruf und Berufung sind zwar eng miteinander verbunden, aber sie sind nicht das Gleiche.
Und das heisst nicht, dass du alle Zelte abbrechen, dich selbstständig machen oder in ein Retreat gehen musst. Es bedeutet, dass du das, was du tust, im Einklang mit deiner Essenz machst. Wenn das bedeutet, dass du Mama bist und zu Hause Kinder begleitest, dann machst du das im Einklang mit deiner Essenz und im Glücklichsein darüber, dass es dir Freude macht.

Oft ist es so, dass wir im Aussen nach einer Tätigkeit suchen, die uns irgendwie ganz machen soll. Aber diese Suche ist gar nicht nötig. Denn: Die Berufung ist in deiner eigenen DNA angelegt.
Und sie ist auch in deinem Human Design angelegt. Wenn ich dein Human Design anschaue, kann ich sehr viel über deine Berufung sagen: warum du auf diese Welt gekommen bist, was deine Fähigkeiten und Potenziale sind. Das bedeutet nicht, dass ich dir sage: Bewirb dich bei dieser Firma auf diese Stelle. Es bedeutet: Schau mal, deine Frequenz ist so und so, deine Essenz ist so und so. Und mit dieser Essenz kannst du diese Art von Arbeit machen und glücklich dabei werden.
Das Problem vieler hochsensibler Menschen: falsche Felder, falsche Rollen
Bei hochsensiblen Menschen sehe ich oft, dass sie versuchen, in Geschäftsfeldern zu glänzen, die komplett leistungsorientiert sind und dabei auch toxisch sein können. In solchen Feldern können sie oft gar nicht wirklich leuchten in ihrer Seelensignatur, in ihrer Kraft. Am schlimmsten ist es, wenn diese Kraft sogar unterdrückt wird.
Darum ist es so wichtig, dass du immer wieder bei dir eincheckst:
- Wo stehe ich gerade mit meiner Arbeit?
- Wo stehe ich gerade mit meinem Gefühl von Berufung?
- Wo ist Seelenfreude, Seelenliebe, das, wofür ich brenne?
- Wo fühle ich mich wirklich wohl?
Manchmal erzählen mir Menschen, dass sie komplett blockiert sind in ihrer Wahrnehmung. Und dafür gibt es verschiedene Gründe. Ein Grund kann sein: Du hast nicht das richtige Umfeld. Du hast nicht die richtigen Spiegel. Ich sehe es so oft, dass Menschen in ihrer Kindheit in ihren Gaben unterdrückt wurden. Empathie und Intuition wurden von Eltern manchmal als zu viel, zu anstrengend oder zu emotional abgetan.
So gewöhnt sich ein Kind an, sich in den Hintergrund zu setzen und unterdrückt damit seine Fähigkeiten und Gaben. Somit kann die Berufung nicht wirklich wahrgenommen werden. Wie kann man einen Seelenweg wahrnehmen, wenn er im Prinzip die ganze Zeit unterdrückt wird?
Unser Seelenweg ist mit unserer Seele verbunden und unsere Seele nehmen wir über unsere Hellsinne, unsere Intuition wahr. Wenn du also deine Intuition unterdrückst, wie willst du deinen Seelenweg noch wahrnehmen?
Berufung kann auch Sein sein
Wenn du sagst: Diese Berufung interessiert mich, dann habe ich eine Human Design Berufungsanalyse für dich. Darin schauen wir uns sehr konkret an, was 70 Prozent deines Lichtes und deiner Strahlkraft sind und wie du wirklich leuchten kannst auf dieser Erde. Und es kann gut sein, dass du in der Analyse liest, dass dein Grund, hier zu sein, gar nicht unbedingt ist, dass du etwas tust. Sondern dass du hier bist, weil du die Frequenz hältst.
Für viele hochsensible Menschen ist das Sein schon die eigentliche Arbeit. Raum halten kann Arbeit sein. Wenn du beim Raumhalten mit den richtigen Menschen zusammen bist, fühlt sich das gut an. Dann erhältst du daraus Energie. Wenn du dich aber danach ausgequetscht fühlst wie eine Zitrone, dann bist du nicht im richtigen Raum. Dann bist du nicht bei den Menschen, bei denen du wirklich den Raum halten darfst.
Darum darfst du für dich fühlen:
- Mit welchen Menschen fühle ich mich wohl?
- Mit welchen Menschen fühle ich mich in meinem Leuchten getragen?
Genau da steckt deine Berufung drin. Etwas ist mir zum Schluss total wichtig:
Du musst deinen Wert nicht beweisen, indem du dich in eine Form presst, für die du nicht gemacht bist. Deine Hochsensibilität ist kein Hindernis. Keine Bürde. Kein Hindernis für deinen Erfolg.
Deine Hochsensibilität ist die Voraussetzung dafür.
Mein Wunsch an dich ist: Erlaube dir heute ein bisschen mehr, du selbst zu sein - ohne ständig nach dem Warum zu fragen oder ob du richtig bist. Schau heute hin, wo du dich noch zurückhältst aus Angst, zu viel zu sein.
Und überlege dir: Was würde passieren, wenn du genau diese Seite heute in dein Leben einlädst, integrierst und sie so richtig leuchten lässt?
Alles Liebe,
Marisa
