Hast du dich jemals gefragt, warum wir in bestimmten Situationen eine Angst spüren, die sich gar nicht nach der eigenen anfühlt? Oder warum wir Verhaltensweisen an den Tag legen, die eins zu eins an unsere Grossmutter erinnern, obwohl wir uns geschworen haben, es anders zu machen? Das ist kein Zufall.
In dieser Podcast-Folge schauen wir uns an, warum die moderne Wissenschaft der Epigenetik heute genau das bestätigt, was wir spirituelle Heilerinnen schon lange wissen. Das Erbe steckt in den Zellen. In jeder Zelle des Körpers. Und gleichzeitig ist da eine Botschaft, die so viel Hoffnung in sich trägt, denn wir sind keine Opfer der DNA.
Epigenetik einfach erklärt: Die DNA ist keine starre Bedienungsanleitung
Vielleicht hast du in der Schule noch gelernt, dass Gene wie in Stein gemeisseltes Schicksal sind. Zum Beispiel: Die Augen sind blau. Die Haarfarbe ist braun. Die Neigung zu gewissen Krankheiten ist gegeben. Punkt. Doch die Epigenetik, ein relativ junger Zweig der Biologie, sagt heute etwas anderes. Und ich finde, dass darin ganz viel Hoffnung liegt.
Stelle dir die DNA nicht wie ein unveränderliches Buch vor, sondern wie eine riesige Bibliothek voller Lieder und Partituren.
- Die Gene sind die Noten.
- Die Epigenetik ist der Dirigent.
Und dieser Dirigent entscheidet, welche Lieder laut gespielt werden und welche nur leise im Hintergrund laufen. Welche Instrumente tönen und welche stumm bleiben. Und das Entscheidende ist, der Dirigent macht dies aufgrund von Umwelteinflüssen. Dazu gehören nicht nur Ernährung, Lebensumstände, Schlaf oder Sport, sondern vor allem starke emotionale Erlebnisse und Stress.

Ich gebe dir ein Beispiel, das es greifbarer macht: Wenn deine Grossmutter eine schwere Flucht erlebt hat oder eine tiefe Existenznot, dann hat ihr Körper darauf reagiert. Das ist logisch - der Körper reagiert auf Stress. Das kennst du aus deinem eigenen Leben.
Wenn ein Trauma so stark ist, wie Flucht oder Existenznot (und oft dauert so etwas nicht drei Tage, sondern Jahre), dann kann der Körper in den Genen gewisse Schalter umlegen, um das Überleben zu sichern. Zum Beispiel kann das Nervensystem auf Daueralarm programmiert werden. Und diese Schalterstellungen können die Keimzellen der nächsten Generation beeinflussen. Sie werden weitergegeben.
Die gute Nachricht: Der Dirigenten kann neu instruiert werden
Und jetzt kommt der Teil, der mich so berührt. Wenn du dir dessen bewusst wirst und dein Umfeld neu gestaltest, dann kannst du deinen eigenen Dirigenten neu instruieren. Du kannst lernen, den Schalter von Angst wieder umzuschalten auf Vertrauen. Von Mangel auf Fülle.
Du bist deinen Genen nicht einfach ausgeliefert. Mit diesem zellulären Gedächtnis arbeite ich schon lange. Ich sage immer, dass wir beim Lösen eines Themas bis in die Zellebene gehen. Mit der Epigenetik kommt für mich etwas Neues ins Feld. Wir tragen unser Schicksal nicht nur im Energiefeld oder in Glaubenssätzen, sondern sehr faktisch in unserem Körper.
Und darin liegt eine Botschaft, die ich unfassbar stark finde: Wir sind die Antwort unserer Ahnen auf ungelöste Fragen.
Das kann sich zum Beispiel zeigen als:
- unbewusste Loyalitäten (wir blockieren Erfolg, weil die Ahnen Mangel gelitten haben)
- ein Gefühl von Enge in der Brust in eigentlich sicheren Situationen
- eine Fluchtreaktion, obwohl keine Gefahr da ist
- das Gefühl, nicht mutig zu sein oder nicht selbstwirksam zu sein
- Hemmungen, in Fülle zu investieren, obwohl wir wissen, dass es gut tun würde
Du heilst rückwärts und vorwärts gleichzeitig
Ich finde es total wichtig, dass wir erkennen, die Heilung geht nicht nur nach vorne. Wir heilen rückwärts und vorwärts gleichzeitig.
Und du darfst dir bewusst sein, für deine Ahnenreihe bist du das Licht am Ende eines langen Tunnels. Du hast den Mut hinzuschauen und darauf darfst du stolz sein.
Wenn du jetzt merkst, dass du dir das Thema Ahnen und Ahnenheilung genauer anschauen möchtest, dann verlinke ich dir meinen Ahnen-Workshop hier: Löse deine Ahnenthemen jetzt auf
Und wenn du nach dieser Folge noch Fragezeichen hast oder wenn du spürst, dass es etwas in dir ausgelöst hat, dann schreib mir unbedingt in die Kommentare. Ich lese sie super gerne.
Alles Liebe,
Marisa
