505 – Angst oder Vertrauen? Inka-Weisheit für Zeiten des Wandels (Code 2026)

Hast du in der letzten Zeit auch das Gefühl, dass die Welt irgendwie aus den Fugen geraten ist? Alles dreht sich schneller. Sicherheiten, die immer da waren, brechen weg. Und irgendwo im Hintergrund läuft ständig diese Frage mit: Was kommt als nächstes? Wenn wir in so einer Umbruchsphase sind, erinnern wir uns ganz automatisch an alte Prophezeiungen. Es gibt viele, die von einem grossen Umbruch sprechen – genau für diese Zeit. Zum Beispiel die Prophezeiungen der Inkas.

Pachakuti: Nicht Weltuntergang, sondern Umkehr

Vielleicht denkst du jetzt: nicht schon wieder ein Weltuntergangsszenario. Doch lies unbedingt weiter. Denn wenn wir diese Inka-Prophezeiungen genauer anschauen, sind sie keine Drohung. Sie sind eher eine riesige Liebeserklärung an das Leben. Und sie helfen dir, einen Kompass zu finden in dieser chaotischen Zeit.

Heute geht es um das Pachakuti.

Wenn wir das Wort auseinandernehmen, steckt darin:

  • Pacha: Welt (vielleicht kennst du das von Pacha Mama, der grossen Muttergöttin)
  • Kuti: Umkehr

Pachakuti bedeutet also nicht Weltuntergang, sondern: Die Welt steht Kopf.

Und dazu habe ich von der Geistigen Welt ein Bild bekommen, das ich so liebe: eine Sanduhr. Wenn du eine Sanduhr drehst, ist der Sand zuerst total durcheinander. Er wirbelt wild herum, bevor er sich neu sortiert. Und dann, nach diesem Wirbel, beginnt die Sanduhr wieder ruhig zu laufen. Genau das ist es, was wir erleben.

Pachakuti, Seelenschimmer Marisa Schmid

Wenn du dich umschaust, siehst du es überall:

  • Systeme wackeln
  • das Klima verändert sich
  • die Art, wie wir arbeiten, verändert sich
  • die Art, wie wir leben, verändert sich
  • sogar die Art, wie wir lieben, verändert sich
Pachakuti, Seelenschimmer Marisa Schmid

Die Inkas wussten, dass so eine Umkehr alle 500 Jahre geschieht. Und wir sind einfach die Generation, die beobachten kann, wie der Sand wirbelt. Allein dieses Wissen kann beruhigend sein. Es geht nicht um den Weltuntergang. Es geht um Veränderung. Um Verwirbelung. Und darum, dass sich etwas neu sortiert. Spannend ist auch, dass die Inkas ihr Wissen nicht in Büchern festgehalten haben, sondern in Quipus – kunstvollen Knotenschnüren. Und ich finde das so bezeichnend. Weisheit ist nichts Abstraktes. Sie ist Verbindung. Knotenpunkt zu Knotenpunkt. Und wir sind gerade wieder an so einem grossen Knotenpunkt.

Warum Angst ein schlechter Begleiter ist

Ich weiss, dass Prophezeiungen Angst machen können. Gerade jetzt gibt es viele Videos, die mit letzten Tagen und Weltuntergang arbeiten. Und ich finde das so schade. Natürlich gibt es Katastrophen. Aber seien wir ehrlich: Es gab schon immer Katastrophen und es wird auch immer Katastrophen geben. Was ich zutiefst überzeugt weiss: Angst ist ein ganz schlechter Begleiter in Zeiten des Wandels. Angst hält uns zurück. Angst paralysiert. Und dann gehen wir nicht in Verbindung – und auch nicht offen in die Veränderung hinein.

Die Inkas sahen das Pachakuti als Zeit der ReinigungUnd auch hier gibt es ein Bild, das ich wunderschön finde: wie ein reinigendes, heftiges Gewitter nach einem schwülen Sommertag. Es ist laut, hell, es kracht, es blitzt. Es kann erschrecken. Aber nach einem Gewitter ist die Luft klar und rein.

Und etwas, das mir die Geistige Welt seit vielen Jahren sagt, ist: Dieser Wandel geschieht nicht gegen uns. Er geschieht für uns – und er geschieht mit uns. Die Frage ist nicht: Wann geht die Welt unter?

Die Frage ist:

  • Wer möchte ich sein in dieser neuen Welt?
  • Wofür möchte ich stehen?

Das ist die Einladung dieser Zeit: deine Rolle neu zu definieren. Dein Leben neu zu beschreiben. Und wenn du dir überlegst, wer du sein möchtest, gehört auch dazu: Was möchtest du nicht mehr sein? Was lässt du los? Was legst du ab? Welche Angst darfst du vielleicht zurücklassen?

Drei Schritte, wie du Pachakuti in deinem Leben integrieren kannst

Altes loslassen

Überlege dir ehrlich: Wo in deinem Leben klammerst du dich an Sicherheiten, die eigentlich längst bröckeln? Vielleicht sind es Beziehungen, die nicht mehr passen. Und du hältst daran fest, weil du das Gefühl hast, du müsstest jemanden retten. Das begegnet mir oft: Menschen sagen mir, sie müssten ihr Kind, ihre Eltern oder ihre beste Freundin mittragen, weil diese nicht spirituell sind. Und ich sage dir: Das ist nicht so. In dem Moment, wo du für jemanden die Entscheidung triffst, dass du ihn mitträgst, übernimmst du die Verantwortung. 

Pachakuti, Seelenschimmer Marisa Schmid

Und wenn du die Verantwortung übernimmst, traust du der anderen Person ihre eigene Verantwortung nicht zu. Erwachsenen Menschen dürfen wir Verantwortung zutrauen. 
Vielleicht ist es auch ein Job, an dem du dich festhältst, obwohl du längst weisst, dass er seit Jahren nicht mehr passt. Oder ein Glaubenssatz, an den du dich klammerst – obwohl er dich müde macht.

Pachakuti, Seelenschimmer Marisa Schmid

Trainiere deine Flexibilität (und beruhige dein Nervensystem)

Unsere Nervensysteme reagieren auf Neues oft mit Kampf, Flucht oder Erstarrung. Gerade in dieser Zeit ist es so wichtig, dass du lernst, dein Nervensystem immer wieder zu beruhigen. Dann kann es mit dieser neuen Zeit tanzen. Dann tanzt es mit dem Sand in der Sanduhr. Und es fällt nicht in Schockstarre – als wäre die Sanduhr eine Schlange kurz vor dem Angriff.

Diese Starre hilft nicht. Es geht nie darum, in Schock zu verharren und nichts mehr zu tun. Es geht darum, aktiv zu werden: für Ruhe, Sicherheit, Verantwortung – und vielleicht sogar für Freude darüber, was sich verändern darf.

Die neue Währung: Verbindung (Ayni)

In Zeiten des grossen Umbruchs geht es nicht mehr um Status. Es geht um Verbindungen.

  • Verbindung zu dir selbst
  • Verbindung zur Natur
  • Verbindung zu anderen Menschen
Pachakuti, Seelenschimmer Marisa Schmid

Die Inkas nennen das Ayni: das heilige Prinzip der Gegenseitigkeit. Heute für dich und morgen für mich. Und ich bin sicher, du kennst das. Wenn du durch einen wirklich schwierigen Moment gehst, denkst du nicht daran, was für ein schönes Auto du hast. Du denkst: Zum Glück habe ich gute Freunde. Zum Glück habe ich Menschen, bei denen ich mich anlehnen darf. Das ist Ayni. Pflege deine Verbindungen. Umgib dich mit Menschen, bei denen du sein kannst – ohne Maske. Ohne etwas darstellen zu müssen.

Alles Liebe,

Marisa


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