Wenn du denkst, Meditation sei nur etwas für Menschen, die sehr geduldig sind und jeden Morgen dreissig Minuten still sitzen können, dann ist diese Folge für dich.
Ich möchte dir nämlich helfen zu verstehen, dass Meditation weit weg ist von Perfektion. Meditation ist Rückverbindung und das geht auch in sechzig Sekunden.
Warum Meditation für mich die Basis ist
Wir haben Karten und wir haben Kristalle. Sie sind wunderschön. Sie können dir Klarheit geben, Abgrenzung und dich in der Verbindung mit der geistigen Welt unterstützen. Aber die Basis ist mich die Meditation.
In der Meditation lernst du:
- dich selbst zu halten
- dir den Raum zu halten
- dich anzunehmen
- einfach zu sein
Und vielleicht ist es gerade wichtig zu verstehen, dass du keine Fehler machst, wenn du in der Meditation ungeduldig wirst. Es kann einfach bedeuten, dass dein System gerade sagt: Es ist zu viel. Oder dass du zu viele Inputs im Aussen hast, um dich auf Ruhe und Meditation konzentrieren zu können.
Sehr weit verbreitet ist der Glaube, dass man in der Meditation nichts denken darf. In Wirklichkeit bedeutet Meditation, dass du immer wieder sanft zu dir zurückkommen darfst. Dass du immer wieder bei dir ankommst, im Alltag und bei deinen Gedanken. Du bemerkst die Ablenkung zwar, (ah, da sind Gedanken), verurteilst dich aber nicht dafür und entscheidest dich bewusst, dich nicht mitreissen zu lassen, sondern bei dir zu bleiben. Genau dieses liebevolle Zurückkehren ist das Ziel.

Du musst nicht ruhig sein, um meditieren zu können. Du meditierst, um ruhiger zu werden. Darum geht es.
Drei Meditations-Formen, die du kennen darfst
Wenn ich an Meditation denke, denke ich als Erstes daran, wie viele Formen es gibt. Die groben Meditations-Formen sind für mich:
- geführte Meditation
- stille Meditation
- Atemmeditation
Und es ist für mich nicht so, dass eine davon die Beste ist. Die beste Meditation ist die, die du tatsächlich machst.
Geführte Meditation (Meditation, Konzentration, Seelenreise)
Geführte Meditationen sind für mich ein echtes Go-to – ich würde schätzen, dass 80% der Meditationen, die ich selbst mache, geführt sind.
Warum? Weil sie wunderschön sind, wenn der Kopf gerade laut ist, wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen möchtest oder wenn du dich mit einem Wesen, einer Dimension, einer Göttin etc. verbinden möchtest.
Bei einer geführten Meditation baut die Person, die sie anleitet, einen heiligen Raum auf – ein Energiefeld, in dem du getragen bist. Du musst nicht schon wissen, wohin du gehst. Du wirst an die Hand genommen und geführt.
Stille Meditation (mit oder ohne Musik)
Stille Meditation kann für Menschen passen, die schon etwas geübt sind – muss aber nicht. Manche lieben sie, andere haben richtig Angst davor.
Wenn du noch nie eine stille Meditation gemacht hast und dich 20 Minuten hinsetzt, ist das für dein System eine komplette Überforderung. Das Nervensystem wird extrem angespannt sein und der Kopf geht schnell in den Perfektionismus. Beginne mit 3 Minuten und steigere dich dann langsam.
In der stillen Meditation gilt: Ein Gedanke soll sein wie eine Wolke, die vorbeizieht. Es ist in Ordnung, dass sie vorbeizieht. Du solltest dann nur nicht der Wolke hinterher rennen. Wenn du merkst, du bist mit dem Gedanken mitgegangen (zum Beispiel Einkaufsliste schreiben): Kein Problem. Komm einfach wieder zurück.
Atemmeditation (ideal für den Alltag)
Atemmeditation kann vieles sein – auch in Bewegung: gehen, sitzen, aufstehen, tanzen oder starkes Atmen. Und Atemmeditation ist auch, wenn du dich einfach einen Moment auf den Atem konzentrierst. Für den Alltag ist das ideal: 2–3 bewusste Atemzüge.
Der Atem fasziniert mich. Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Und das spannende daran ist, dass du immer nur im Jetzt atmen kannst.
Wenn du in der Vergangenheit oder in der Zukunft festhängst, wenn dein Fokus durcheinander ist oder du in Ängsten oder depressiven Gedanken verfangen bist: Der Atem bringt dich immer wieder ins Jetzt zurück. Er ist ein Anker im Körper und im Hier und Jetzt.
Fünf Wege, wie du Meditation ohne Druck in deinen Alltag integrierst
Ich habe mir fünf Wege überlegt, wie du Meditation in deinen Alltag integrieren kannst – ganz ohne Druck.
- Mikromeditation (30–60 Sekunden)
- Morgen-Minuten statt Handy
- Abend-Minuten zum Runterfahren
- Unterwegs: Hand aufs Herz – ich bin da
- Trigger-Meditation im Stressmoment
In der Podcast-Folge erkläre ich dir die Techniken ausführlich und gebe dir auch viele Tipps, wie du sie im Alltag einfach umsetzen kannst.
Wenn du aus dieser Folge nur eines mitnimmst, dann das: Du musst nichts perfekt machen.
Weder eine Routine, noch eine Praxis. Was wirklich zählt, ist Ehrlichkeit und Echtheit – dass du ganz du selbst bist. Und das darf klein anfangen: zehn Sekunden mit der Hand aufs Herz und dem Satz „Ich bin da.“ Oder dreissig Sekunden, in denen du dreimal bewusst atmest. Genau das ist bereits Meditation. Nicht, weil es richtig oder perfekt ist, sondern weil du es tust – auf deine Art, so wie es dir gut tut.
Welche Meditationsform machst du selbst? Meditierst du lieber still, lässt du dich gerne führen oder brauchst du Bewegung dazu? Vielleicht ist es auch eine einfache Atemübung oder eine Mikromeditation zwischendurch.
Erzähl mir das in den Kommentaren – ich lese total gerne davon und antworte auch super gerne.
Alles Liebe,
Marisa
