Mal ganz ehrlich: Wie viele Vision Boards hast du in deinem Leben schon gebastelt? Wie oft hast du Wünsche aufgeschrieben, meditiert, visualisiert und versucht, dich in die richtige Frequenz zu fühlen – und am Ende ist genau nichts passiert?
Und das Schlimmste daran ist doch, dass du dich danach vermutlich auch noch schuldig gefühlt hast. Weil du dachtest, du wärst einfach nicht positiv genug gewesen oder hättest irgendeine tief sitzende Blockade in dir, die du erst noch wegarbeiten musst.
Ich sage dir heute etwas, was in der spirituellen Szene fast wie ein Tabu wirkt: Ich habe aufgehört zu manifestieren. Und es war das Beste, was ich für mein Leben, meine Energie und meinen inneren Frieden tun konnte.
Heute sprechen wir darüber, warum Manifestieren oft nicht funktioniert, warum ständiges Wollen das Universum blockiert und wie die wahre Magie der Hingabe – das grosse Surrender – dein Leben radikal verändert.

Warum Manifestieren oft nicht funktioniert: Die Mangelfrequenz des Wollens
Wenn wir das Thema Manifestieren anschauen, merken wir schnell, dass es ganz oft aus einem tiefen Verlangen des Mangels heraus geschieht. In diesem Moment gehen wir unbewusst in eine Frequenz des krampfhaften Wollens hinein. Wenn wir versuchen, etwas mit aller Macht in unser Leben zu ziehen, senden wir energetisch das Signal aus: Es ist nicht da. Mir fehlt etwas. Und das Universum tut genau das, was es immer tut – es spiegelt uns exakt diese Schwingung und liefert uns noch mehr Mangel.

In der spirituellen Szene gibt es mittlerweile einen regelrechten Optimierungszwang. Viele glauben, sie müssten erst sämtliches Karma auflösen, alle Themen bis ins kleinste Detail analysieren und ununterbrochen an sich arbeiten. Das Manifestieren wird dann oft als Werkzeug missbraucht, um das Hier und Jetzt wegzudrücken, weil man denkt, man könne erst glücklich sein, wenn das Ziel erreicht ist.
Ein Bereich, in dem sich das besonders deutlich zeigt, ist die spirituelle Geldwunde. Unzählige feinfühlige Menschen versuchen mental, Fülle zu manifestieren, während im Hintergrund die unbewusste Angst läuft, nicht genug zu haben. Diese Angst entspringt oft gar nicht dem eigenen Leben, sondern ist eine energetische Kodierung aus unserer Ahnenlinie. So entsteht eine Schlange, die sich in den Schwanz beisst: Auf der einen Seite versuchen wir, immer optimaler zu manifestieren und auf der anderen Seite füttern wir durch den hilflosen Versuch des Erzwingens genau die unbewusste Angst. Wenn wir an diesem Punkt angekommen sind, hilft kein noch so perfektes Vision Board mehr – dann hilft nur noch ein echtes Wunder.
Und dieses Wunder liegt nicht in der Kontrolle, sondern in der radikalen Hingabe.
Resignation versus Surrender – Wenn das Universum grösser denkt
Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Resignation und wahrer Hingabe. Wenn du frustriert aufgibst, weil alle Affirmationen nichts genützt haben und du denkst, dass das alles, was du tust, eh nichts bringt, dann ist das Resignation. Sie entspringt einem Gefühl der Ohnmacht, dem Glauben, der Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Wahre Hingabe hingegen ist das, was wir Surrender nennen. Es bedeutet, die Kontrolle komplett loszulassen und darauf zu vertrauen, dass das Universum und deine eigene Seele einen weitaus besseren Plan haben, als dein Verstand sich jemals ausmalen könnte.
Warum Hingabe grösser ist als Manifestieren
Bleiben wir beim Thema Fülle, wenn du dich gedanklich starr darauf fixierst, dass du unbedingt fünftausend Franken im Monat verdienen willst, engst du das unendliche Feld der Möglichkeiten ein. Vielleicht hat das Universum nämlich längst geplant, dass du fünfzehntausend Franken oder mehr empfangen darfst. Mit dem krampfhaften Manifestieren versuchst du etwas zu erreichen, was nicht mal halb so gut ist wie das, was deine Seele für dich bereitstellt. Solange wir dem Leben ein starres Drehbuch vorschreiben, fühlt sich Spiritualität wie ein anstrengender Kampf gegen Windmühlen an. Gehst du jedoch ins totale Surrender, kann dein Nervensystem endlich in die wahre Regulation und Entspannung finden. Dein Körper ist nicht mehr gestresst.
Das grösste Paradoxon der Spiritualität lautet, das Wunder geschieht genau in dem Moment, in dem du aufhörst zu suchen und aufhörst, das Leben zu pushen.
In 4 Schritten in die Freiheit des Empfangens gelangen
Nachdem wir im April über die inspirierte Handlung gesprochen haben, gehen wir heute einen Schritt weiter. An den Punkt, an dem wir die Hände komplett öffnen, nichts mehr erzwingen wollen und darauf vertrauen, dass wir bereits am richtigen Ort sind. Daraus ergeben sich vier kraftvolle Schritte:
- Der radikale Stopp:
Erlaube dir, alle Wünsche, Vision Boards und Visualisierungen für die nächsten zwei Wochen komplett auf Eis zu legen. Finde in die "Ich-bin-fertig-Haltung". Atme tief aus und sag dir morgens als Erstes, dass du heute nichts tun musst – es ist bereits alles da. - Komplette Akzeptanz des Jetzt:
Akzeptiere genau das, was in diesem Augenblick da ist – auch die unerfüllten Sehnsüchte und das Chaos. Fülle und Reichtum entstehen, wenn der Widerstand gegen die Gegenwart aufhört. - Öffnen für das Unerwartete:
Öffne dein Herz für Wunder, damit heilige Zufälle in dein Leben eintreffen können. - Erkennen deiner eigenen Ur-Optimalität:
Du musst dich nicht optimieren, um eine bessere Version deiner selbst zu werden. Deine Seele hat dich genau so richtig gemeint, du musst deinen Wert nicht beweisen!
Erlaube dir heute, den Stift beiseite zu legen. Du bist fertig mit dem Erschaffen, du darfst jetzt einfach empfangen.
Wo darfst du heute ganz bewusst die Kontrolle abgeben und das Universum machen lassen? Schreib es mir unglaublich gerne in die Kommentare bei YouTube, Instagram oder Spotify. Ich bin zutiefst dankbar für dein Sein!
Alles Liebe,
Marisa
