Wir leben in einer leistungsorientierten Welt, die uns einredet, dass wir nur durch harte Disziplin und ständige Selbstoptimierung ans Ziel gelangen. Das Schlimmste daran ist, dass wir dieses Drucksystem sogar für unsere Spiritualität und Selbstfürsorge übernommen haben. Wir zwingen uns zur Meditation und pressen uns in Rollen, die uns total erschöpfen. Doch dieser Druck dimmt unser inneres Licht, beengt die Aura und blockiert unsere kreative, sowie spirituelle Energie. Deine Seele braucht keine Peitsche, sondern Raum und Vertrauen. In der heutigen Podcast-Folge geht es darum, warum radikale Selbstliebe unendlich viel kraftvoller ist, als jede eiserne Disziplin und wie wir den Mut finden, den Druck endlich rauszunehmen.
Die destruktiven Rollen im Alltag und das Erkennen der eigenen Frequenz
In unserem Leben übernehmen wir oft grosse Rollen, die sich als Energievampire herausstellen und uns im Hintergrund energetisch aussaugen. Da ist zum Beispiel die Rolle der Perfekten, die alles bis ins letzte Detail fehlerfrei machen will und eigentlich nie fertig oder zufrieden ist. Eine andere Rolle ist die der Unermüdlichen, die selbst sonntags oder spät nachts noch schnell etwas erledigt, weil sie gelernt hat, dass sie nur liebenswert und wertvoll ist, wenn sie arbeitet, etwas gibt und abliefert.
Und schliesslich gibt es die Rolle der Retterin, die ungefragt Aufgaben für andere übernimmt, um dadurch gesehen zu werden. All diese Rollen dienen nur dazu, Anerkennung im Aussen zu finden, entsprechen aber nicht unserer wahren Essenz. Wer sich zu stark mit der Retter-Rolle identifiziert, verliert oft den Bezug zur eigenen Frequenz.

Als Projektorin im Human Design weiss ich, dass mir von Natur aus nicht unendlich viel Energie zur Verfügung steht und dennoch fiel es mir lange Zeit schwer, Grenzen zu setzen, aus Angst vor Ablehnung oder Bestrafung.
Aber wir sind wertvoll, auch wenn wir nicht die Erwartungen anderer erfüllen, sondern unsere eigenen. Wenn wir tun, was uns glücklich macht. Definieren wir klar unsere Grenzen, können wir im Aussen oft grosse Akzeptanz und Wertschätzung erfahren, weil wir dadurch viel mehr bei uns selbst sind.
Drei Praxisschritte für den Weg aus dem Druck
in die Selbstliebe
Um den Druck von den Schultern zu streifen und in die Selbstliebe zu kommen, gibt es drei konkrete Praxisschritte.
Der erste Schritt ist das Müssen-Detox:
Ersetze in deinen Gedanken das Wort „Ich muss“ ganz bewusst durch „Ich darf“ oder „Ich entscheide mich dafür“. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann mache es nicht.
Der zweite Schritt lautet:
Erlaube dir, zu pausieren. Das bedeutet, wirklich einmal gar nichts zu tun, keine erzwungenen Rituale zu befolgen, sondern einfach nur zu sein – beispielsweise im Garten in der Sonne zu liegen, ohne Handy, einfach weil du Lust darauf hast. Für Projektoren im Human Design sind solche Pausen elementar wichtig.
Der dritte Schritt ist das Grenzen setzen im Alltag: Überprüfe deine Verpflichtungen und Rollen. Wenn sie dich nur auslaugen, sag einfach nett und liebevoll Nein. Nein ist ein ganzer Satz und es ist völlig okay, zu sagen: „Diesmal ohne mich“.
Warum sanfte Disziplin nichts mit Faulheit zu tun hat
Für mich bedeutet Antidogmatismus nicht, dass ich nur noch faul auf dem Sofa sitze und gar nichts mehr tue. Es geht mir vielmehr um eine sanfte Disziplin – die liebevolle Hingabe an das eigene Wohlbefinden. Es ist die Entscheidung, aus reiner Freude heraus zu handeln und nicht aus der ständigen Angst, nicht gut genug zu sein oder noch mehr leisten zu müssen.
Ich habe gelernt, mich selbst mit den Augen einer besten Freundin zu betrachten. Dadurch verändert sich die ganze Dynamik im Leben: Ich handle nicht mehr, um mir Liebe mühsam zu verdienen, sondern weil ich mich selbst bereits genau so annehme, wie ich bin.
Am Ende steht für mich eine ganz wesentliche Erkenntnis, die ich dir mitgeben möchte: Du musst dein Licht nicht beweisen. Du musst dich dafür nicht erschöpfen oder unter Druck setzen. Du bist bereits jetzt ein helles Licht, genau so, wie du bist und genau so wirst du gebraucht. Ich lade dich ein, diese Woche mal die eiserne Disziplin gegen radikale Selbstliebe einzutauschen.
Schreib mir gerne in die Kommentare, an welchen Stellen du weicher mit dir sein möchtest – lass uns einfach in den gemeinsamen Dialog gehen!
Alles Liebe,
Marisa
