Vielleicht kennst du das von dir selbst: Du hast einige sehr emotionale Tage hinter dir und diese Emotionalität zeigt sich dann auch dirkekt auf der körperlichen Ebene. Da macht der Nacken dicht, wenn wir energetisch zu viel tragen oder der Magen rebelliert, wenn wir eine Situation im Leben nicht verdauen können.
In unserer westlichen Welt betrachten wir den Körper oft wie eine Maschine – leuchtet ein Warnlämpchen, werfen wir eine Tablette ein, um das Symptom stummzuschalten. Doch dein Körper ist kein kaputter Apparat, sondern der weiseste Übersetzer deiner Seele. Jedes Symptom und jede Krankheit ist im Grunde ein liebevoller, wenn auch manchmal schmerzhafter Wegweiser zurück zu dir selbst.
In dieser Podcast-Folge erzähle ich dir, wie wir aufhören, unseren Körper als Feind zu betrachten und wie wir die Sprache unserer Organe wieder verstehen lernen.

Wenn die Seele lauter wird: Organe als treue Mitarbeiter im Dialog
Die Seele spricht normalerweise ganz fein über unsere Hellsinne mit uns – Gefühle, Träume oder Impulse, die wir im Hellsinne-Kurs intensiv trainieren können. Wenn wir aber weghören oder es nicht gelernt haben, hinzuhören, muss die Seele lauter werden. Das tut sie, indem sie über den Körper zu uns spricht. Ein körperliches Symptom ist also niemals ein Angriff, sondern ein Kommunikationsversuch.
Mir ist hierbei wichtig, nicht empathielos zu werden. In der spirituellen Szene wird oft gesagt, man habe sich jede schmerzhafte Krankheit selbst ausgesucht. Ich finde so etwas extrem empathielos gegenüber dem realen Leiden von Erwachsenen oder Kindern. Wir dürfen Krankheiten mit tiefem Mitgefühl begegnen, aber gleichzeitig bei uns selbst hinschauen, was die Organe uns sagen wollen. Jedes Organ hat eine emotionale Entsprechung: Angst schlägt auf die Nieren, Wut blockiert die Leber (was sich auch mal als Hexenschuss zeigt) und Trauer sitzt in der Lunge. Wenn wir diese Gefühle nicht fliessen lassen, verdichtet sich das Gewebe. Durch chronischen Stress und Druck verändert sich die Statik des Körpers, was Krankheiten einen Nährboden bietet.
Um das zu ändern, hat mir die geistige Welt ein wunderschönes Bild geschenkt. Nämlich, dass du deine Organe als treue Mitarbeiter betrachten darfst. Deine Leber ist vielleicht ein Mitarbeiter mit Schlapphut, der ab und zu grimmig guckt, je nachdem, was er zu essen bekommt, aber er leistet Tag und Nacht Schwerstarbeit. In Meditationen senden wir meistens nur dem Herzen oder dem Solarplexus Heilenergie.

Aber wann hast du dich das letzte Mal bei deiner Leber bedankt? Wenn wir unsere inneren Organe als Freunde und Mitarbeiter mit Wertschätzung betrachten, sind wir nicht mehr wütend auf sie, sondern begegnen ihnen mit Mitgefühl.
Von Mozzarella-Fehlern und der Verbindung mit der Schulmedizin
Ich selbst habe diese Woche auch eine interessante Erfahrung gemacht. Ich vertrage Milchprodukte überhaupt nicht, hatte aber in einer stressigen Phase so Lust auf Mozzarella, dass ich ihn gegessen habe. Mein Magen und mein Darm haben natürlich prompt mit Verdauungsproblemen reagiert. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung, denn ich habe meinen treuen Mitarbeitern im Bauch etwas zugemutet, was sie nicht verarbeiten können. Ich war total unempathisch zu mir selbst, da ich meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten kenne und mein Körper zeigt mir sehr deutlich, was mir guttut und was nicht.
Das bedeutet für mich aber keineswegs, dass ich die Schulmedizin ablehne. Im Gegenteil: Die Schulmedizin sorgt für sehr viel Heilung! Es geht mir darum, die Schulmedizin mit der Sprache der Seele und der Alternativmedizin zu verbinden – ganz ohne Dogma, dafür mit gesundem Menschenverstand. Der richtige Weg für mich ist es, direkt darauf zu hören, wenn mein Körper Nein sagt und körperliche Probleme immer vernünftig abklären zu lassen.
Praxistools, um die Botschaften deines Körpers zu entschlüsseln
Wenn dir das nächste Mal ein Symptom wie Kopfschmerzen, ein Ziehen im Rücken oder eine chronische Beschwerde begegnet, gehe nicht in den Widerstand. Setze dich stattdessen hin, lege deine Hand auf die betroffene Stelle, atme hinein und stelle deinem Symptom ganz offene Fragen: Was brauche ich gerade? Was gebe ich mir selbst nicht? Wovor willst du mich beschützen? Oft schiesst die Antwort als plötzlicher Geistesblitz in dein Bewusstsein.
Um das im Alltag zu unterstützen, nutze ich drei einfache Praxistools:
Erstens, den Bodyscan – nimm dir abends vor dem Einschlafen fünf Minuten Zeit, um geistig durch den Körper zu wandern, in deine Organe hineinzufühlen und dich für ihren Einsatz zu bedanken.
Zweitens, die emotionale Entlastung – lass Wut, Tränen, Verbitterung oder Frustration bewusst raus, damit sich aufgestaute Gefühle nicht physisch im Gewebe manifestieren.
Drittens, die Atmung – lenke frische, heilende Energie in Bereiche, die sich eng oder schmerzhaft anfühlen.

Dein Körper ist der einzige Tempel, den du in diesem Leben hast. Er kämpft jeden einzelnen Tag für dich, niemals gegen dich. Welche Körperstelle oder welches Organ braucht heute deine Aufmerksamkeit und Liebe? Schicke ihm einen bewussten Atemzug mit den Worten „Ich kann dich sehen“ und schreib mir deine Wahrnehmungen unbedingt in die Kommentare.
Ich freue mich darauf, sie zu lesen!
Alles Liebe,
Marisa
